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Support-Ende für Microsoft-Produkte: Zeit für die richtige Strategie

24. August 2026

Mit Weitblick in die digitale Zukunft

In der heutigen digitalen Ära ist es für Unternehmen entscheidend, mit technologischen Entwicklungen Schritt zu halten. Besonders mit Blick auf das Supportende von Office 2021 und weiteren Microsoft-Produkten sollten Unternehmen frühzeitig ihre Lizenzstrategie überprüfen. Dieser Artikel zeigt, wie sich Organisationen rechtzeitig auf anstehende Supportenden vorbereiten können, welche Risiken ein verspäteter Handlungsbedarf mit sich bringt und welche Möglichkeiten ihnen für die Nachlizenzierung offenstehen.

End-of-Life (EOL) der wichtigsten Microsoft-Lizenzen 2026/27

  • Office 2021 – 13.10.2026
  • Windows 10 Enterprise 2016 (LTSB) – 13.10.2026
  • Windows Server 2016 (Standard und Datacenter) – 12.01.2027
  • Windows 10 Enterprise 2021 – 12.01.2027
  • SQL-Server 2017 (Standard / Core) – 12.10.2027

In unserer Übersicht zu den Microsoft Supportenden halten wir Sie immer aktuell auf dem Laufenden.

Übersicht Microsoft-Supportenden

Wird M365 jetzt zum Must-Do?

Ist der Weg in die Cloud durch das Auslaufen vieler Programme quasi vorgezeichnet? Die Antwort lautet: Ja und nein. Ja, weil die anstehenden Supportenden die Entscheidung für Microsoft 365 erleichtern können. Die Cloud ist jedoch kein Muss. Mit Office 2024 und den Server-Versionen 2025 stehen Unternehmen noch mindestens drei Jahre lang, vermutlich sogar darüber hinaus, alle Möglichkeiten für On-Premises-Lizenzierungen und hybride Modelle offen. Das Microsoft-Supportende macht eine Entscheidung zwar notwendig, erfordert aber vor allem eine sorgfältige Analyse der Anforderungen und der verfügbaren Alternativen.

Die Alternativen nach dem Microsoft-Supportende

Möglichkeiten und Key Facts im Überblick:

  • Office LTSC 2024 – die On-Premises-Lösung

    • End-of-Life: 9. Oktober 2029
    • enthält weiterhin die wichtigen Anwendungen wie Outlook, PowerPoint, OneNote, Word und Excel sowie Access in der Pro Plus-Version
    • nicht mehr enthalten: Publisher (da EOL im Okt. 2026)
    • freigegeben für den Einsatz auf Terminalservern
    • Mindestsystemanforderungen für eine optimale Nutzung: Windows 10 Pro / Windows 10 LTSC 2019 / Windows 10 LTSC 2021, Windows 11 und Windows Server 2022

Detaillierte Produktinfos

  • Exchange Server SE:

    • Abonnementmodell (kein End-of-Life festgesetzt) sichert kontinuierliche Updates und Verbesserungen
    • On-Premises wird weiterhin unterstützt: bei Lizenzen mit Software Assurance (SA), Open Value oder im Cloud Subscription Program (CSP)
    • die InPlace Upgrade-Option ermöglicht ein direktes Upgrade von Exchange 2019 auf die neueste Version. Das erleichtert die Migration
    • Weitere Features werden schrittweise über die kommenden Cumulative Updates eingeführt

Detaillierte Produktinfos

  • Windows Server 2025:

    • End-of-Life: 10. Oktober 2034 (das gibt Nutzern einen langfristigen Planungsrahmen)
    • Mainstream Support bis Oktober 2029 für kontinuierliche Sicherheits-Updates und Verbesserungen
    • Windows Server 2025 ist hier erwähnt, weil die Nutzung von Office 365 bestimmte Versionen des Windows Servers verlangt. Es kann passieren, dass dieser Server genutzt werden muss (s. Abschnitt Kompatibilität)
    • Will man den Windows Server 2025 jetzt anschaffen, ist wichtig: Welche Produkte im eigenen Microsoft-Universum unterstehen dem Mainstream-Support? Nur die bleiben kompatibel!
    • die InPlace Upgrade-Option ermöglicht ein direktes Upgrade von Windows Server 2012 R2 auf die neue Version. Das erleichtert die Migration
    • Windows Server 2025 unterstützt weiterhin Terminal Services, was eine Vielzahl von Anwendungen ermöglicht

Detaillierte Produktinfos

  • Microsoft 365 – die Cloud-Alternative

    • Grundsätzlich sollte geprüft werden, ob die Lizenzmetrik der User eine kosteneffiziente Cloud-Nutzung zulässt (s. Abschnitt Kostenvergleich)
    • Monatslizenzen bieten Unternehmen hohe Flexibilität, um wechselnde Anforderungen anzupassen (kein EOL), sind jedoch teurer
    • Vorteile: u.a. KI-Einsatz & kollaboratives Arbeiten
    • Nachteile: Downgrades und/oder Update-Verzögerungen auf Dauer nicht möglich
    • Achtung:
      • Preiserhöhungen alle 1-2 Jahre berücksichtigen, die von 5 bis 40 % variieren (zuletzt am 01.06.2026)
      • 300er-Usergrenze für bestimmte Pläne beachten! Darüber gelten teurere 365-Dienste
      • Nur Software unter aktivem Mainstream Support kann genutzt werden, um sicherzustellen, dass alle Funktionen verfügbar sind

Übersicht Microsoft Cloud-Pläne

Kompatibilitäten und Fallstricke

Ein wichtiger Aspekt bei der Abwägung der Alternativen ist die Berücksichtigung von Kompatibilitäten – gemeint ist das Zusammenspiel verschiedener Lizenzen und Komponenten. Kompatibilitätsprobleme treten auf, wenn Office auf Terminalservern genutzt wird. Um alle Funktionalitäten sicherzustellen, sollten die jeweiligen EOL-Daten bei der Entscheidung berücksichtigt werden.

Das verdeutlicht dieses Beispiel:

Die Matrix zeigt, dass Office 2024 mit den Windows Servern 2022 und 2025 kompatibel ist. Achtung: Microsoft 365 kann ab Oktober 2026 nur noch auf Windows Server 2025 genutzt werden. Unternehmen, die weiterhin auf ältere Server-Versionen setzen, sollten diesen Umstand frühzeitig in ihre IT-Planung einbeziehen. Das ist nur eines von vielen Beispielen, die beim Thema Supportende und Migrationsstrategie berücksichtigt werden sollten. Fragen Sie uns gerne, wir unterstützen Sie bei der Bewertung der Optionen und der passenden Zukunftsstrategie.

Kompatibilität Ihrer Microsoft-Lizenzen klären!

Ein Kostenvergleich

Welche Kosten für Neulizenzierungen durch das Microsoft-Supportende entstehen können, ist in zwei exemplarischen Szenarien aufgezeigt. Der Ansatz dabei: Die verschiedenen Lizenzmodelle und deren finanzielle Auswirkungen über einen Zeitraum von drei Jahren sollen Unternehmen helfen, fundierte Entscheidungen bezüglich einer Migration in die Cloud oder alternativer Lizenzierungen zu treffen.

Szenario 1: Für Unternehmen mit mehr Mitarbeitenden als Endgeräten bleibt On-Premises die bei weitem kostengünstigere Lösung. Betriebe in denen dies zum Tragen kommt, sind Produktionsstätten, Autohäuser, Werkstätten – wo immer Mitarbeitende sich PC-Arbeitsplätze teilen. VENDOSOFT rät diesen Unternehmen, Office gebraucht zu kaufen, da die Exchange Server Device CALs dann deutlich günstiger kommen.

Szenario 2: In Organisationen mit mehr Endgeräten als Mitarbeitenden bietet Office365 Vorteile. Zum Bespiel, wenn für Homeoffice und Büroarbeitsplatz Desktop-PCs, Laptops und weitere Devices bereitgestellt werden. Auch in Öffentlichen Verwaltungen mit ihren Multi-Funktions-Scannern kann es klug sein, nicht nach Geräten, sondern nach Usern zu lizenzieren. On-Premises bleibt zwar auf lange Sicht günstiger, aber der Kosten-Gap ist hier kleiner.

Checkliste: Was jetzt unternommen werden sollte

  1. Bestandsaufnahme
  • Welche Microsoft-Produkte und Versionen sind im Einsatz?
  • Welche Systeme sind vom Supportende konkret betroffen (Office, Exchange, Windows Server etc.)?
  1. Risikobewertung
  • Welche Systeme sind für den laufenden Betrieb kritisch?
  • Gibt es ggf. Abhängigkeiten zu Drittanwendungen oder Schnittstellen?
  • Erfüllt die Cloud die Anforderungen an Datensicherheit & -souveränität?
  • Ist die Speicherung der Daten mit vertretbaren Risiken verbunden?
  1. Handlungsoptionen prüfen
  • Gibt es für die betroffenen Produkte aktuelle Nachfolgeversionen?
  • Zum Kauf oder Cloud-basiert / Subscription?
  1. Kosten/Nutzen abwägen
  • Welche Investitionen entstehen durch Upgrade, Ersatz oder Migration?
  • Wie verändern sich die laufenden Kosten (z.B. durch Cloud-Subscription)?
  • Wie liegen Cloud, hybrid und Kauflizenzen im Preisvergleich?
  • Welche Einsparungen bringen gebrauchte Kauflizenzen?
  1. Migrationsplanung
  • Welche technischen und organisatorischen Schritte sind für eine Umstellung notwendig?
  • Sind ausreichend Ressourcen (intern/extern) verfügbar?
  • Ist ein realistischer Zeitplan aufgestellt?
  1. Sicherstellung der Unterstützung/Beratung
  • Welche externen Beratungsangebote oder Ansprechpersonen stehen zur Verfügung?
  • Wie kann eine neutrale und wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungsfindung gewährleistet werden?
  1. Kommunikation & Dokumentation
  • Sind alle Betroffenen (Fachbereiche, IT, Datenschutz, Geschäftsführung) informiert?
  • Werden Entscheidungen, Risiken und Planungsschritte dokumentiert?

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